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Nachzeichnen von Bildern in Corel DrawEs kommt häufiger vor, als man denkt, dass eine Bildvorlage nur in minderer Qualität vorliegt und sich zum Drucken überhaupt nicht eignet. Oder ein Firmenlogo wird von der Druckerei bemängelt, weil es nicht entsprechend vergrößert werden kenn. Dann gibt es eigentlich nur eine Lösung - man muss irgendwie versuchen, das Bild oder Logo (oder sonst was) in einem Grafikprogramm wie Corel Draw nachzuzeichnen, um es verlustfrei skalieren zu können. In vielen Fällen kann man das in der Suite integrierte Programm Corel Trace verwenden, das einem genau diese lästige Handarbeit abnimmt.Im-Trend24 Tipp: Neuer Online-Workshop von mir zu Corel X5 |
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| Es gibt bestimmt geeignete Bildvorlagen, bei denen sollten man ruhig zu einem "Vektorisierungsprogramm" wie Corel Power Trace greifen. Unten sehen Sie ein Originalfoto (links) und das Ergebnis nach der Vektorisierung mit Power Trace. Nach einer weiteren Bearbeitung mit Photopaint wurde die Vektorvorlage wieder zu einem Pixelbild umgewandelt. Um dieses Bild (rechts) auf dieser Webseite zu platzieren, musste es natürlich stark verkleinert werden. Das Original ist in diesem Fall 75x50 cm und ließe sich in ansehnlicher Qualität ausdrucken. Wenn Sie sich beim Betrachten der beiden Bilder etwa einen Meter von Ihren Monitor zurücklehnen, werden Sie kaum einen Unterschied erkennen. | |
![]() Originalbitmap |
![]() Vektorisiertes Pixelbild |
| Hier sehen Sie ein Bitmapbild, das aus einem Comic eingescannt und in Corel Draw importiert wurde. Mit dem integrierten Programm "Corel Power Trace" bekommt man zwar ohne großen Arbeits- und Zeitaufwand ein recht ordentliches Ergebnis, man lernt aber auch schnell die Grenzen dieser Methode kennen. | |
![]() |
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| Am Beispiel einer recht bekannten Comicfigur möchte ich
Ihnen den etwas saubereren, aber auch aufwändigeren Weg erklären. Dazu importiere ich das Bild in Corel Draw und erstelle ein weiß gefülltes Rechteck. Dieses Rechteck platziere über dem Bild und wende hierauf eine gleichmäßige Transparenz an. Der Wert der Transparenz hängt von der jeweiligen Bildvorlage ab. Es müssen halt nur genügend Details sichtbar bleiben.
Nur sperrt man diese Ebene, damit die Objekte nicht aus Versehen
verschoben werden können und erstellt eine neue Ebene, auf der der
eigentliche Zeichenvorgang ausgeführt wird. Beginnen sollte man immer mit
den optisch hinten liegenden Bereichen. Nehmen Sie sich immer nur einen
Teil des Gesamtbildes vor. Dazu zoomen Sie so groß wie möglich auf den
gewünschten Bereich und beginnen z.B. mit dem Bezierwerkzeug die Konturen
nachzuzeichnen. Die so erstellten Objekte dürfen vorerst nicht gefüllt
sein, damit man die Bildkonturen weiterhin erkennen kann. Sollte eine
Kurve mal nicht korrekt verlaufen, kann man diese immer noch mit dem
Formwerkzeug korrigieren. Für diese Demonstration habe ich mich auf den Kopf von Bart Simpson
beschränkt. Selbst eine solch kleine Vorlage wie diese hier, kann schon
ein paar Stunden Handarbeit kosten. Sie sehen hier nun den fertigen Kopf,
wenn die Objekte auch mit den entsprechenden Farben gefüllt sind: |
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| Am Ende wird man aber mit einem Bild belohnt, das sich absolut verlustfrei in jeder Größe skalieren lässt. |
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| Sie haben Lust auf mehr und eigene Comicbilder? Dann schauen Sie doch mal in die
Comic-Welten EDELGRAU. Speziell für Simpsons-Fans habe ich ein neues Projekt ins Leben gerufen. Hier finden Sie zahlreiche Bilder aus Springfield. |
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| Ich möchte noch einmal zurück kommen zu Corel Power-Trace (Bestandteil der Graphics Suite 13). Wie bereits beschrieben, eignet sich dieses Programm besonders gut, wenn es darum geht, Fotomaterial zu vektorisieren, das man nahezu unmöglich von Hand nachzeichnen könnte. Allerdings musste ich auch bei dem folgenden Beispiel noch einiges erweitern, denn auch Power Trace hat seine Schwächen. So werden nämlich den erzeugten Objekten keine Konturen zugewiesen, wodurch leider zwischen den meist zahlreichen Objekten störende Freiräume entstehen. Durch ein von mir entwickeltes Script konnte ich dieses Manko umgehen und jedem Objekt die gleiche Konturfarbe zuweisen, die der Füllfarbe entspricht. Sehen Sie hier dazu ein Beispiel, das tatsächlich ausschließlich aus Vektoren besteht. Sie können dieses Beispielbild als Corel Draw Datei (Version 9) durch Klick auf das Bild herunter laden und sich vom Ergebnis überzeugen. Aber Vorsicht! Die Datei ist (trotz Vektorformat) ca. 2,5 MB groß | |
| Es gibt aber auch den umgekehrten Weg,
nämlich aus einer Vektorzeichnung ein Pixelbild zu erzeugen. Dabei meine
ich aber nicht den den üblichen Export in ein Pixelformat, sondern die
Möglichkeit mit Hilfe eines kostenlosen Plugins ein so genannte
"Stickereimuster" aus einer beliebigen Grafik (funktioniert aber auch mit
Pixelbildern) zu erzeugen. Dieses Plugin gibt es derzeit noch auf den
DrawStitch-
Webseiten und steht dort kostenlos zum
Download. Dieses kleine
Zusatzprogramm funktioniert nur für die Versionen 12 und X3. Nach der
Installation dieses kleinen Programms (10 MB) steht Ihnen dieses Plugin im
"Effekte" Menü zur Verfügung. Sehen Sie ein Beispiel, das mit diesem
Plugin erzeugt wurde:
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